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Deutsche Schule Bilbao
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Comenius-Projekt: Treffen der Redakteure von trait d’union in Buxtehude (22.-26.4.2013)

Die Deutsche Schule Bilbao ist bekannt für ihre Teilname an wissenschaftlichen oder musikalischen Wettbewerben und Debatten, die jährlich von den Deutschen Schulen Iberiens organisiert werden. Und das nicht nur wegen der aufwändigen Vorbereitung, sondern vor allem wegen der zahlreichen und - dank der im Vorfeld erhaltenen Ausbildung in Form von musikalischen Proben, stundenlangen Experimentierens oder des Debattierens neuer Themen - wohlverdient gewonnenen Preise.

Aufgrund unseres harten Stundenplanes können wir durchaus behaupten, dass wir auf all dies vorbereitet sind. Dennoch ist zu bemerken, dass es ein Thema gibt, das aus allen anderen hervorsticht: die interkulturelle Kompetenz.

Sollten wir, da wir in einer der wenigen Einrichtungen Bilbaos lernen, in der fünf Sprachen gesprochen werden, nicht auch hierin die bestmöglichen Ergebnisse erzielen?
Es wäre schwierig einen Wettbewerb zu organisieren, der sich mit den Differenzen der Kulturen befasst. Aber glücklicherweise hat sich sowieso gezeigt, dass wir uns besser verstehen, wenn wir nicht miteinander konkurrieren, so dass wir auch ohne ein „Jugend kulturiert“ mittels „trait d’union“ über die Schule Menschen verschiedener Kulturen kennenlernen können.

Diese Online-Zeitschrift für europäische Schüler  vereinfacht das Kennenlernen des täglichen Lebens anderer Personen desselben Alters, aber unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten und Kulturen. Zudem erfahren wir durch die in den Artikeln gestellten Fragen das Wesentliche über das Leben in Ländern wie der Türkei, Polen, Litauen, Österreich, Deutschland und Italien, da alle Beiträge von den Schülern, u.a. uns von der Deutschen Schule Bilbao, selbst geschrieben und veröffentlicht werden.

Nachdem wir ein persönliches Profil erstellt haben, ist ein informativer Artikel zu schreiben,  der z.B. von unseren Sorgen und Hobbies handelt, oder eine unserer Fantasie entsprungene Kurzgeschichte. Eine andere Möglichkeit ist, Kommentare zu den Artikeln anderer zu schreiben. Dies ist der Punkt, an dem die Kommunikation beginnt. Man kann natürlich sagen, dass dies nicht ausreicht, da alles nur virtuell ist. Aber es endet ja nicht hier.

Alle drei Monate wird ein Treffen der verschiedenen schulischen Zentren organisiert, die an „trait d’union“ teilnehmen. Das heißt, dass wir, die Redakteure, im “Comenius” zusammenkommen, um gemeinsam im Team zu schreiben.  Jede Schule schickt immer nur ein paar Mitglieder der Gruppe zu den Treffen, damit alle die Möglichkeit zur Teilnahme haben.

Nachdem es letztes Jahr (2012) nach Silute (Litauen) ging, fuhr die neue Gruppe, bestehend aus Julia, Leire, Sofía, Bosco, Conrad, Guillermo und mir (aus den Klassen 9B und 11A), nach Deutschland.  Um genau zu sein, nach Buxtehude, einer kleinen Stadt im Westen von Hamburg, bekannt durch die Gebrüder Grimm.

Zu Anfang fühlten wir uns sehr enttäuscht, als wir erfuhren, dass wir nicht im Februar zu dem Treffen in Tarsus in der Türkei reisen durften, aber schnell stellten wir fest, dass, auch wenn es sich um eine weitere Reise nach Deutschland handelte, diese im Vergleich zu den anderen Ausflügen, Austauschreisen oder Praktika, speziell sein würde.

Nachdem wir einige Monate warten mussten und erfahren hatten, dass Herr Deckwerth uns statt Herrn Thiel begleitet, sowie nach weiteren organisatorischen Problemen, kam endlich das anvisierte Datum. Am 22. April ging es los, mit dem Bahnhof Buxtehude als Ziel. Dort erwarteten uns unsere Gastfamilien bereits und nach einer lustigen Fahrt und mit einigen Stunden Verspätung kamen auch wir dort an. Ich denke, als wir sahen, dass alle Gastfamilien uns mit einem Lächeln erwarteten, wussten wir, dass wir uns hier wie zu Hause fühlen konnten. Sechs Tage später, als wir uns am selben Ort wieder verabschiedeten, merkten wir, dass es nicht nur wie zuhause war, sondern besser. Wie kann es sein, dass wir gar keine Lust hatten zurückzukehren? Das ist das, was sich die meisten von euch fragen werden, aber es ist einfach zu erklären.

Auf der einen Seite ist da die Gruppenarbeit, mit der wir jeden Morgen begannen. Niemand steht gerne früh auf und schon gar nicht, um zu arbeiten oder zu lernen, aber nach dieser Reise wissen wir, dass es sich oft lohnt. In diesem Fall, weil wir viel über Literatur, Musik, Kunst, Geschichte und die Politik zur Zeit des Mauerfalls lernten. Zudem verbesserten wir unsere Technik im Vortragen von Resultaten vor unbekanntem Publikum und zudem noch auf Deutsch oder Englisch. Aber dies sind nicht die einzigen Sprachen, in denen wir kommunizierten und in denen wir somit besser wurden. Gleiches gilt für unser Französisch, womit wir uns mit den Italienerinnen unterhielten.

Von daher fiel es uns am Dienstag nun nicht mehr schwer, den Tag um 06.30 Uhr zu beginnen, da das Gefühl, so viele Dinge in so kurzer Zeit zu lernen, einfach aufregend war. Zudem war es leicht, nach der Arbeit am Morgen abzuschalten, indem wir durch das kleine und ruhige Buxtehude spazierten, aber auch durch die interessanten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Und nicht zu vergessen, unser Kurztrip nach Berlin. Wir sind uns noch immer nicht sicher, was nun das Beste daran war: der Akzent des Fremdenführers oder, dass es aufhörte zu regnen.
Niemals werden wir diese kleine Anekdoten vergessen, aber noch viel weniger all die Personen, die wir kennenlernten. Höchstwahrscheinlich sind diese am ehesten der Grund dafür, dass wir nicht wieder weg wollten. Aber wir sind nicht traurig darüber, dass es jetzt vorbei ist, sondern glücklich dabei gewesen sein zu können.

Zurück in Bilbao können wir sagen, dass die Türkei sicherlich gut gewesen wäre, aber Buxtehude war einfach unnachahmlich. Wir waren nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa zur selben Zeit.

www.traitdunion-online.eu

Ana Barrena, 11A