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Intercultural Driving Licence | Vocational (Icudriving) ein (europäisches) Leonardo da Vinci-Projekt zur beruflichen Bildung

Die Volkswirtschaften der Welt wachsen von Jahr zu Jahr stärker zusammen und die Gesellschaften, insbesondere in Europa, bekommen ein immer multikulturelleres Gesicht. Interkulturelle Kompetenz, die Fähigkeit des Einzelnen, mit Menschen aus anderen Kulturen erfolgreich zu kommunizieren und zu kooperieren, ist deshalb heutzutage zu einer Schlüsselqualifikation im Beruf, aber auch für das gesellschaftliche Miteinander geworden.

Die Deutsche Schule Bilbao hat schon verschiedentlich Initiativen im Bereich des interkulturellen Lernens ergriffen: Durch die Koordination der internationalen Schülerzeitung „trait d’union“, die Leitung (2009/11) von bzw. die Teilnahme (2011/13) an Comenius-Projekten und auch durch interkulturelle Lehrplankonzepte. Da viele unserer interkulturellen Aktivitäten im Internet sichtbar sind, werden diese auch außerhalb Bilbaos wahrgenommen. So wurde „trait dunion“ in der Zeitschrift „BEGEGNUNG“, die von der Zentralstelle für das (deutsche) Auslandsschulwesen herausgegeben wird, mit einem dreiseitigen Artikel gewürdigt (Nr. 1-2012, S. 26 ff.). Und so geschah es auch, dass unsere Schule zur Teilnahme an einem Leonardo da Vinci-Projekt über interkulturelle Kompetenz als berufliche Qualifikation eingeladen wurde. Das Programm „Leonardo da Vinci“ fördert europäische Projekte zur beruflichen Bildung, die von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt werden. Nach einem Vorschlag der DS Bilbao trägt dieses Projekt den Titel „Intercultural Driving Licence | Vocational (Icudriving)“, ausgesprochen: „I see you driving“.

Icudriving wird vom Gouverneursamt in Izmir/Türkei koordiniert. Die weiteren teilnehmenden Organisationen sind im sozialen Sektor tätig wie die ConSol Dortmund GmbH (Deutschland), kommen aus dem Bereich der beruflichen Bildung wie die Scuola Superiore del Commercio del Turismo dei Servizi e delle Professioni (Milano/Italien) und die DEKRA Akademie Budapest/Ungarn. Eine Beratungseinrichtung, Eubikus (europaweit), ist ebenso dabei wie Unternehmen und Unternehmensverbände, namentlich die Ressner Personaldienstleistung GmbH, Wien/Österreich, die Unione del Commercio del Turismo dei Servizi e delle Professioni della Provincia di Milano und AICE, der Verband des italienischen Außenhandels. Auch die iScience-Gruppe an der Universidad de Deusto (Bilbao/Spanien), die Deutsche Schule Bilbao und „trait d’union“ leisten Beiträge zu diesem Projekt.

Doch worum geht es in diesem überhaupt? Da interkulturelle Kompetenz im Berufsleben der Gegenwart und, mehr noch, der Zukunft eine Schlüsselrolle spielt, sind Organisationen (Unternehmen und Institutionen) und Jobsuchende gleichermaßen an einem Zertifikat interkultureller Kompetenz interessiert. Es geht in diesem Lernpartnerschaftsprojekt und in einem möglichen künftigen Innovations- oder Netzwerkprojekt darum, Kriterien für interkulturelle Kompetenz zu definieren, Methoden ihrer Vermittlung und Evaluation zu entwickeln und auf dieser Grundlage ein transparentes und individualisiertes Zertifikat zu entwerfen.

Beim Kick-off-Meeting in Izmir ging es um die Relevanz der interkulturellen Kompetenz für die Wirtschaft, in Mailand um Methoden zur Vermittlung interkultureller Kompetenz und beim Treffen in Bilbao, das vom 6. bis 8. Mai 2013 stattfand, vor allem um deren Evaluation. Unter anderem referierten Prof. Ulf-Dietrich Reips von der Universidad de Deusto über Evaluation im Allgemeinen, Dr. Dietmar Elsler von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz über interkulturelles Management am Beispiel der Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge am Arbeitsplatz und Lothar Thiel über „Intercultipedia“, ein geplantes Wiki über interkulturelle Kompetenz. Beide gehören wie Anita Mannsbart, Michael Deckwerth und Franz Jungmann zum „Bilbao Icudriving Team“, dem gerne noch weitere Interessierte (Kollegen, Eltern und Schüler) beitreten können.

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, mit Lehrern, vor allem aber mit unseren Schülern zu sprechen: Über Aufenthalte in anderen Ländern, insbesondere das Studieren in Deutschland, und speziell mit den Schülern des Comenius-Teams über ihre Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Schülern aus anderen Ländern beim „trait d’union“-Projekttreffen in Buxtehude. Sie äußerten danach sich sehr beeindruckt vom intellektuellen Niveau und von der sprachlichen Kompetenz unserer Schüler in Deutsch und Englisch, den Sprachen, in denen die Unterhaltung stattfand.

Lothar Thiel

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